Blog Blindgaengerin

Dezember 2017

Die Blindgängerin steht im Park auf einem Skywalker, einem Fitnessgerät. Sie trägt die schwarze Maske des Kylo Ren, eine schwarze Jacke und schwarze Jeans. Mit dem rechten Arm schwingt sie ein rotes Lichtschwert.

Star Wars – Die letzten Jedi

Entwarnung: Keine Spoilergefahr! Hier geht es zwar um den neuen Blockbuster, es werden aber keine Details verraten! Vielmehr ist es mir ein Bedürfnis, kundzutun, daß ich vor kurzem mit „Star Wars – Die letzten Jedi“ zum ersten Mal und völlig unvorbelastet Kontakt zum Star-Wars-Universum aufnahm. Und das fand ich so galaktisch gut, daß ich anschließend meine rabenschwarzen Wissenslöcher schließen wollte. Dabei hätte ich mich beinahe im enzyklopädischen Universum mit 1375 Links verloren, Tendenz steigend, weil die Beiträge für „Die letzten Jedi“, die achte Episode, ja noch ausstehen. Aber jetzt kann ich wenigstens ein bißchen mitreden! Vor dem Kinobesuch war mir der Begriff „Skywalker“ nur als Bezeichnung für mein Lieblingsgerät in einem Fitnessstudio bekannt. Mit den Füßen gleitet man auf zwei parallelen Schienen abwechselnd vor und zurück über dem Boden. Das hat etwas Schwebendes, nur daß man auf der Stelle schwebt. Wahrscheinlich weiß jedes Kind, daß Skywalker, mit Vornamen Luke, ein Meister des Jedi-Ordens ist. Als Vertreter der hellen Seite der Macht spielt er in sechs der acht Episoden eine zentrale Rolle. In den beiden letzten Folgen hat er es immer wieder mit seinem abtrünnigen Neffen Kylo Ren zu tun, der sich auf die dunkle Seite der Macht geschlagen hat und seinem Onkel um jeden Preis den Garaus machen möchte. Das war nicht gespoilert und die Verletzung, wegen der Kylo Ren sein Gesicht hinter einer schwarzen Maske verbirgt, hat er sich auch schon in Episode sieben eingefangen. Der Sound im Kinosaal war einfach grandios. Das gilt, davon gehe ich unbesehen aus, auch für die vielen visuellen Effekte bei den Kämpfen sowie für die Bilder zum Beispiel der Planeten, ihrer Landschaften und der vielen fantastischen Tierwesen. Diese Bilderflut bekam ich bestmöglich von einer sehr gut gemachten Hörfilmbeschreibung über die App Greta vermittelt. Auch der Sprecher hat für meine Ohren maßgeblich zum Gelingen der Audiodeskription beigetragen, Chapeau! Und ganz viele Chapeaus oder auch zehn von zehn Sternen vergebe ich an Disney für sein großartiges Engagement! Seit über einem Jahr macht der Medienkonzern all seine Filmtitel mit Audiodeskriptionen und Untertitel über die App Greta und Starks für alle Kinobegeisterten uneingeschränkt erlebbar! Die Tatsache, daß es für “Die letzten Jedi“ erstmals für einen Star-Wars-Film eine Audiodeskription gab, war für mich das schlagende Argument, mir den Film anzuschauen! Entwarnung gibt es seit Anfang der 1970er Jahre übrigens für alle „Blockbuster“! Denn von da an wurde dieser Begriff für Filme verwendet, die so viel Publikum anlocken, daß sich Warteschlangen um den Häuserblock bilden, bzw. die mit ihrem Erfolg die Kinos blockieren. Vorher aber, während des Zweiten Weltkrieges, war Blockbuster die Bezeichnung für eine Fliegerbombe, die das verheerende Zerstörungspotential hatte, einen ganzen Wohnblock komplett in Schutt und Asche zu legen. Hoffentlich geht es auch in Zukunft, wenn überhaupt, nur auf der großen Leinwand kriegerisch zu! Verabschieden möchte ich mich bis zum Wiedersehen in 2018 mit dem leicht abgewandelten Jedi-Gruß: Mögen Gesundheit, Friede und Glück mit Euch sein! Und der Link zur selben Prozedur wie jedes Jahr, ebenfalls leicht abgewandelt, darf natürlich auch nicht fehlen:

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Drei Männer schauen erstaunt bis entgeistert durch eine Türöffnung in den dahinter liegenden Raum. Links und rechts die beiden jungen Hauptdarsteller des Films "Eine schöne Bescherung", zwischen ihnen ein Weihnachtsmann.

Der dritte Mann (Weihnachts-)

Wann kommt er denn nun endlich, der Weihnachtsmann? Und plötzlich steht er, nein, stehen sie im Doppelpack in der guten Stube. Die allgemeine Verunsicherung bei den Erwachsenen und den verkleideten Herren ist groß. Daß sich die zwei Weihnachtsmänner unverhofft gegenüberstehen und durch ihre Masken entgeistert anstarren, ist nur eine von vielen Pannen aus der Serie: Was beim Fest der Liebe im Kreis der Familie schiefgehen kann, geht auch schief! Und was für „Eine schöne Bescherung“ war das vor einem Jahr ab dem 22. Dezember im Kino! Wer letztes Jahr keine Muße hatte, sich die warmherzige Komödie aus Schweden über eine warme Weihnacht anzuschauen, kann das jetzt gemütlich auf dem Sofa mit der DVD nachholen. Warm sind im Film übrigens nicht nur die für die Jahreszeit viel zu milden Temperaturen. Nicht eine einzige Schneeflocke! Verpackt ist die DVD barrierefrei mit der Weihnachts-Marie von Kinoblindgänger gemeinnützige GmbH. Also mit der Audiodeskription und den erweiterten Untertiteln! Wie viele andere gute Filme ist auch „Eine schöne Bescherung“ als DVD unter anderem über good!movies erhältlich! Dieses Label gründeten vor einigen Jahren zehn engagierte unabhängige Filmverleiher, um ihre anspruchsvollen guten Filme als DVD oder Online anzubieten. Ein Schmökern in dieser Filmauswahl lohnt sich in Anbetracht der Feiertage unbedingt! Aber da fehlt ja noch jemand! Nämlich der dritte Weihnachts-Mann, und der ist nicht zu sehen, aber zu hören! Andreas Sparberg mit seiner warmen, ruhigen und tiefen Stimme ist der Sprecher der Audiodeskription und beschert uns mit dem von ihm vorgetragenen Blogbeitrag zum Film vom letzten Jahr! Vielen Dank dafür! Bevor ich mit dem Link zum Audio eine wunderschöne und geruhsame Vor- und Weihnachtszeit wünsche, liegt mir noch etwas am Herzen! Das Team von Kinoblindgänger gGmbH hat schon einmal die Fühler in Richtung Kinostarts im nächsten Frühjahr ausgestreckt und einige hochinteressante potentielle Projekte entdeckt. Mehr kann ich noch nicht verraten, aber: Mit etwas volleren Taschen könnte die Marie noch viel mehr auf die Beine stellen. Und ja, das ist ein dezenter Wink mit dem Weihnachts-Zaunpfahl…! Möglichkeiten, für Marie zu spenden, finden sich auf der Seite der Kinoblindgänger gGmbH (siehe Link auf der Startseite). Und hier geht es zum Audio mit Andreas Sparberg: Lieben Dank! Schöne Feiertage wünsche nicht nur ich, sondern auch die Marie. Die Marie ist das Maskottchen der Kinoblindgänger gGmbH. Sie steht für die barrierefreie Fassung.  

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Die fünf Teams, jeweils ein Youtuber und ein oder zwei Menschen mit Behinderung

Thank God it’s Friday – jetzt sogar barrierefrei!

Für die meisten von uns läutet der Freitag, der schönste Tag der Woche, das sehnsüchtig erwartete Wochenende ein. Das haben wir allerdings nicht dem lieben Gott zu verdanken. Nach dem Willen des HERRN ist für seine Schöpfung nur der siebte Tag, der Sonntag, zum Ausruhen vorgesehen. Die Fünf-Tage-Woche ist also eine rein irdische Erfindung. Genauso verhält es sich auch mit dem #barrierefreiTag, der vor kurzem schon zum zweiten Mal natürlich nicht zufällig auf einen Freitag fiel. Der Dank dafür gilt zunächst den Leuten von der Aktion Mensch, die hinter dieser großartigen Initiative stecken. Fünf YouTuber luden am 1. Dezember auf den Kanälen für ihre Abonnenten überraschend anders gestaltete Videos hoch. Überraschend anders deshalb, weil die fünf nicht wie gewohnt alleine, sondern meist als Duo vor der Kamera agierten. Sie hatten nämlich jemanden an ihrer Seite, der nicht nur dasselbe Interesse, sondern auch eine Behinderung hatte. Man muß sich also auch bei den YouTubern und ihren jeweiligen Video-Partnern und -Partnerinnen bedanken! Die YouTuber waren übrigens überrascht, wie locker, entspannt und bereichernd das alles war. Die fünf Videos sind der beste Beweis dafür, daß wir, Menschen mit und ohne Behinderung, mehr gemeinsam haben, als wir denken! Wie zum Beispiel Musik machen, journalistisch arbeiten, Mutter sein, Dinge selbst basteln oder ins Kino gehen und dann über die Filme sprechen oder schreiben. Das Thema „Kino“ durfte ich gemeinsam mit dem YouTuber Dominik Porschen abdecken. Wir trafen uns in Köln in seiner „Filmlounge“ und waren sofort ein Kiek und ein Ei! Alle Videos, ein Blick hinter die Kulissen und Interviews von allen Mitwirkenden sind auf der Seite von Aktion Mensch zu finden: www.aktion-mensch.de/barrierefreiTag Der Anlaß für den zweiten #barrierefreiTag am Freitag, dem 01.12., war der Internationale Tag für Menschen mit Behinderung am 3. Dezember. Aber braucht es eigentlich immer einen Grund? Es gibt so viele interessante YouTuber, die sich im Netz tummeln. Es gibt so viele Menschen, die sich in der digitalen wie der analogen Welt für etwas engagieren. Die etwas Gutes bewirken wollen, ob in ihrem Alltag, ihrer Arbeit oder für ein spezielles Projekt. Und darunter sind natürlich auch Menschen mit Behinderung! Sollte es da nicht möglich sein, jeden Tag zum barrierefrei-Tag werden zu lassen? Ein toller Anfang ist ja schon einmal gemacht!  

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