An einem Schreibtisch sitzt die Blindgängerin in gestreiftem Hemd mit schmaler schwarzer Krawatte und hellem Sakko. Sie locht Stapel von Papierbögen. Hinter ihr eine Regalwand mit Aktenordnern.

Coup

„Moin!“ Geht immer als Begrüßung im Norden. Nur die Kaffeetasse in Rüdis Hand läßt auf den frühen Morgen schließen. Ansonsten wäre es garantiert eine Bierflasche oder ein Kurzer.Nicht nur einmal düst er nach einer feuchtfröhlich durchfeierten Nacht direkt vom Schuppen des Motorradclubs in den Klamotten vom Vortag – Anzug, Kragen,.

Auf einer Wiese steht vor einem weißen Gatter in der Bildmitte ein braunes Pferd. Links neben ihm die Blindgängerin in Jeans und einem geblümten Shirt. In der Hand hält sie eine Wodkaflasche. Sie schmiegt ihre Wange an den Kopf des Pferdes. Rechts die Reitlehrerin Julia, die das Pferd hält.
Das Foto entstand auf dem Gut Seeburg.

Der Rausch

„Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd,bei manchen ist es umgekehrt.“ Ein Trinkspruch nur aus Sicht der Zweibeiner. Pferde saufen nämlich immer, aber ausschließlich alkoholfreies Wasser. Das dafür in riesigen Zügen. Wodka, nein danke, gab mir Pepino, der liebe Dunkelbraune mit herrlich wuscheliger Mähne, unmißverständlich zu verstehen. Statt sich.

Die Blindgängerin vor einer weißen Fassade, der Putz bröckelt. Sie trägt einen langen schwarzen Mantel, einen bunten Hidschab, und hält ihren weißen Stock. Neben ihr sitzt ein Hund, sie tätschelt ihm den Kopf. Auf der anderen Seite steht eine große Plastiktasche, gefüllt mit in Alufolie gewickelten Päckchen. Geldscheine schauen aus der Tasche hervor.

Eine Frau mit berauschenden Talenten

„Zehner, Zwanziger, Fünfziger: So zahlen Hosenscheißer, sind Sie Hosenscheißer? Zeit ist Geld!“ herrscht Madame Hasch ungeduldig ihre neuen „Geschäftspartner“ an, während bündelweise Geldscheine durch eine Zählmaschine rattern. „Sind wir nicht…“ …entgegnen bedröppelt die etwas unterbelichteten Dealer Scotch (Rachid Guellaz) und Chocapic (Mourad Boudaoud). Die beiden sind schon wegen des Ortes,.

Die Blindgängerin in Jeans und geringeltem Shirt in der Hocke vor einer Wand mit Filmplakaten. In den Händen hält sie den weißen Stock und eine Atemschutzmaske. Rechts neben ihr das Plakat zum Film "Die perfekte Kandidatin".
Foto: Eric Planet

Die perfekte Kandidatin

Meine Stimme wollte ich ihr schon gleich nach dem Kinostart am 12. März geben. Maryam, ganz zauberhaft gespielt von Mila Al Zahrani, ist „Die perfekte Kandidatin“! Aber dann mußten die „Wahllokale“ leider bis Anfang Juni schließen. Jetzt hat es endlich geklappt. Mit einem Online-Ticket feierte ich im Berliner Delphi Lux.

Benni, die Systemsprengerin, auf einer Schaukel. Sie hält eine Stoffpuppe im Arm und lacht fröhlich. Die Schaukel ist in Bewegung, der Hintergrund verwischt.
Helena Zengel als Benni in "Systemsprenger". Copyright: Yunus Roy Imer / Port au Prince Pictures

Tolle Nachricht für "Systemsprenger" bei der Greta App!

Auch Filme haben eine Seele, da bin ich mir ganz sicher! Und die von „Systemsprenger“ muß einen mächtigen Knacks bekommen haben, angesichts der nach allen Regeln der Kunst schlecht gemachten Audiodeskription! Die bekam ich letzten September zu hören und meine Ohren und Nerven wurden aufs Äußerste überstrapaziert! So etwas hat.

Die Blindgängerin sitzt auf einem rotgestreiften Sofa. Sie trägt Kopfhörer und hält ein Weinglas in der Hand. Auf dem Schoß ein aufgeklapptes Laptop. Auf dem Tisch vor ihr stehen zwei Lautsprecherboxen, dazwischen liegt ein Smartphone mit der geöffneten Greta-App.

Doppelt gehört

Zur Zeit bin ich notgedrungen eher eine Blindsitzerin! Tue ich das abends gemütlich auf dem Sofa vorm Fernseher, werde ich meistens in dem ganz schön bunten Programm der öffentlich-rechtlichen fündig. Also ohne zu streamen, ganz klassisch linear bis jetzt. Viel lieber würde ich mich wieder als Blindgängerin ins Kino bewegen,.

Links das Filmplakat von "Für Sama". Es zeigt Waad mit ihrem Baby vor Ruinen. Rechts Waad al-Kateab neben der Blindgängerin im Foyer des Delphi Filmpalastes.

Für Sama

Kinoblindgängers Marie ist es eine große Ehre, den Dokumentarfilm „Für Sama“ jetzt auch zum langersehnten regulären Kinostart am 05. März über die Greta App barrierefrei erlebbar zu machen!Schon beim Human Rights Filmfestival in Berlin im vorigen Jahr war Marie für den berührenden und aufrüttelnden Film im Einsatz. „Für Sama“ eröffnete.

Die Blindgängerin als Don Quijote verkleidet auf einer Wiese. Sie hat einen grauen Bart und trägt einen Hut aus Alufolie mit einem Blütenkranz. Ihren weißen Langstock hält sie empor. Im Hintergrund eine Windmühle auf einem Grashügel.

Don Quijote, einmal mit, einmal ohne!

Zuerst einmal ohne! Mucksmäuschenstill ist es plötzlich im großen Saal des Deutschen Theaters. „Sie schauten um sich, sahen das Meer, das sie noch nie erblickt hatten, fanden es weit und endlos, so viel größer als die Seen von Ruidera, die sie aus der Mancha kannten…“ Der von einer männlichen Stimme.

Die Blindgängerin steht auf einer sonnigen Wiese im Park. Sie trägt Gummistiefel, eine gelbe Warnweste und Arbeitshandschuhe. Sie sticht einen Spaten in den Boden.

Das geheime Leben der Bäume

Ich habe versucht, ein bißchen Gas zu geben mit dem Schreiben, damit zu den 160 Tausend Kino-Bäumen noch möglichst viele dazu kommen! Wer sich im Dokumentarfilm von Jörg Adolph über „Das geheime Leben der Bäume“ auf Streifzüge durch heimische, schwedische und kanadische Wälder begibt, unterstützt automatisch ein Baumpflanzprojekt auf Borneo,.

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